Einmalige Thermalquellen in Budapest

Budapest, insbesondere der ehemalige Stadtteil Buda – westlich der Donau gelegen – beherbergt weit mehr als einhundert Heilwasser- bzw. Thermalquellen, die sowohl für Bade- als auch für Trinkkuren geeignet sind. Budapest stellt somit die größte Kurstadt Europas dar. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 20 und 78 Grad Celcius. Ausserdem unterscheidet man kohlensäurehaltige, alkalische, schwefelhaltige, eisenhaltige Quellen sowie Salz- und Bitterwässer.

Bäder- und Trinkkuren sind zwar ein Zweig der Naturheilkunde, sie erbringen jedoch nachweislichen Erfolg insbesondere bei Rheumatismus, Neuralgien und Entzündungsprozessen aller Art.

Da es in Budapest mehr als zwanzig thermalquellengespeiste Hallen- und Freibäder gibt, wird die Stadt in der Litaratur liebevoll auch oft als „Bäderstadt“ bezeichnet. Bei der Mehrzahl dieser Bäder handelt es sich um Heilbäder in denen den Besuchern therapeutische Leistungen und Wellnessprogramme erwarten.

Thermalquellen

Thermalquellen sind beliebt bei Jung und Alt

Budapests Bäder zeichnen sich jedoch auch durch Ihre großartige Architektur aus. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Budapester Salzbad mit seinen Glauber- und Bittersalzquellen, das Römerbad sowie das Pfingstbad.

Neben dem Badespaß beschäftigen sich Einheimische in der Regel mit Schachspielen oder Singen alter Volkslieder.

Sehr gute Erfolge konnte man mit dem ungarischen Heilwasser bei der Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Kreislaufbeschwerden sowie gynäkologischen Leiden erzielen. Neben den Bädern gibt es in Budapest sehr viele Brunnen und Trinkhallen, da das Quellwasser in Ungarn auch über einen hohen Mineraliengehalt verfügt.

Die bekannteste Trinkhalle befindet sich im Heilbad Lukacs. Der Brunnen befindet sich im Eingang zum Bad, dass im Jahre 1937 erstmalig eröffnet wurde. Das Heilwasser zum Trinken hilft bei der Linderung und Heilung von Magenbeschwerden. Das Heilbad Lukas ist europaweit berühmt, denn die Heilerfolge haben sich seinerzeit recht schnell herum gesprochen. Des Weiteren ein sehr beliebter Treffpunkt sind in Buda die aus der Türkenzeit stammenden und bis heute noch betriebenen Trinkhallen. Das Rudas-Bad ist das älteste und gleichzeitig prachtvollste türkische Bad und verfügt über eine Kuppelhalle die auf Säulen steht und einem achteckigen Becken.